Über mich
Franziska Stemmer ist eine Geigerin, deren künstlerische Entwicklung seit dem Kindesalter von Neugier, Disziplin und einem hohen professionellen Anspruch geprägt ist. Früh eingebunden in leistungsorientierte Ausbildungsstrukturen, sammelte sie bereits in jungen Jahren umfangreiche Konzert-, Orchester- und Wettbewerbserfahrungen, die ihr musikalisches Denken nachhaltig formten.
Ihre Ausbildung führte sie über das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar an das Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg, wo sie ihr Violin-Bachelorstudium bei Prof. Petru Munteanu absolvierte. Es folgten zwei künstlerische Masterstudiengänge: ein Master of Music Violine mit Schwerpunkt Orchestermusik an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bei Prof. Andreas Lehmann, sowie der Masterstudiengang Music Performance & Career Development (Violine) bei Prof. Rudens Turku an der STELLA Vorarlberg Privathochschule für Musik in Vorarlberg, Österreich. Diese Studien verbanden intensive künstlerische Arbeit mit einer vertieften Auseinandersetzung mit Interpretation, Kontext und zeitgemäßen bzw. innovativen Konzertformen.
Ein prägender Bestandteil ihres Werdegangs war die zweijährige Akademie an der Giuseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden. In diesem Rahmen wirkte sie regelmäßig in Opern-, Ballett- und Sinfoniekonzerten mit, aber auch in Radio- und TV-Produktionen an der Semperoper Dresden und erhielt entscheidende künstlerische Impulse aus der Arbeit in einem international renommierten Orchesterumfeld. Weitere Erfahrungen sammelte sie bei verschiedenen professionellen Klangkörpern wie den Augsburger Philharmonikern, sowie in der historisch informierten Aufführungspraxis, wie beispielsweise der Hofkapelle München.
Als Solistin und Kammermusikerin widmet sich Franziska Stemmer klanglicher Differenziertheit, strukturellem Verständnis und dem Anspruch, musikalische Werke aus einer eigenständigen interpretatorischen Haltung heraus zu gestalten. Musikalische Impulse und der Austausch mit Künstlerpersönlichkeiten wie Frank Peter Zimmermann und Augustin Hadelich begleiteten und vertieften diese Entwicklung.
Neben der reinen Aufführungstätigkeit entwickelt sie eigene Konzert- und Gesprächsformate, in denen Musik in dialogische und interdisziplinäre Zusammenhänge gestellt wird. Projekte wie ihr Gesprächskonzert zur universellen Sprache der Musik am Beipsiel von Beethovens Kreutzersonate stehen exemplarisch für ihren Ansatz, klassische Musik als lebendige, gegenwärtige Kunstform erfahrbar zu machen – ohne sie zu vereinfachen.
Ergänzt wird ihre künstlerische Tätigkeit durch ein kontinuierliches Engagement in der musikalischen Vermittlung. In ihrer Arbeit als Pädagogin verbindet sie technische Präzision mit individueller Förderung und versteht musikalische Weitergabe als notwendigen Bestandteil künstlerischer Verantwortung.